Das neue BMF-Schreiben zur lohnsteuerlichen Behandlung der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer hat zahlreiche BMF-Schreiben zu dieser Thematik zusammengefasst und die noch zu berücksichtigenden Regelungen entsprechend der geltenden Rechtslage aktualisiert.
Zum einen werden die Vorschriften zur pauschalen Nutzwertmethode sowie der individuellen Nutzwertmethode detailliert erläutert, zum anderen auch auf die Bereiche Nutzungsentgelt, Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten und der Elektromobilität berücksichtigt.
Auf folgende Abschnitte möchten wir besonders eingehen.

Überlassung mehrerer Kraftfahrzeuge

Es wird ausgeführt, dass bei der Überlassung von gleichzeitig mehreren Kraftfahrzeugen für jedes Kraftfahrzeug der pauschale Nutzungswert für Privatfahrten mit monatlich 1 % des Listenpreises anzusetzen ist. Es besteht jedoch die Möglichkeit dem pauschalen Nutzungswert für Privatfahrten den Listenpreis des überwiegend genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde zu legen, wenn die Nutzung der Kraftfahrzeuge durch andere zur Privatsphäre des Arbeitnehmers gehörende Personen so gut wie ausgeschlossen ist.
Bei Anwendung der 0,03 % -Regelung ist dem pauschalen Nutzungswert für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte stets der Listenpreis des überwiegend für diese Fahrten genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde zu legen.

Ermittlung der Gesamtkosten

Im BMF-Schreiben wird dargestellt, welche Kosten den Gesamtkosten zuzurechnen sind und welche nicht.

Zu den Gesamtkosten gehören z. B. Absetzung für Abnutzung (AfA), Leasing- und Leasingsonderzahlungen (anstelle der AfA), Treibstoffkosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Kraftfahrzeugsteuer, Beiträge für Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, Garagen-/Stellplatzmiete, Aufwendungen für Anwohnerparkberechtigungen, Aufwendungen für die Wagenpflege/-wäsche sowie der nicht nach § 3 Nummer 46 EStG steuerfreie Ladestrom.

Nicht zu den Gesamtkosten gehören neben den in R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 11 LStR genannten Kosten z. B.
Fährkosten, Straßen- oder Tunnelbenutzungsgebühren (Vignetten, Mautgebühren), Parkgebühren, Aufwendungen für Insassen- und Unfallversicherungen, Verwarnungs-, Ordnungs- und Bußgelder, Kosten einer Ladevorrichtung bei Elektrofahrzeugen sowie der nach § 3 Nummer 46 EStG steuerfreie Ladestrom.

Nutzungsentgelt

In diesem Abschnitt wird ausführlich dargelegt, was als Nutzungsentgelt angesehen wird und wie sich dieses auf den Nutzungswert und damit die Ermittlung des geldwerten Vorteils auswirkt.

Link

Das BMF-Schreiben steht Ihnen hier zur Verfügung.