Bereits heute sind einige geplante Änderungen für das Jahr 2018 bekannt. Diese möchten wir Ihnen im folgenden kurz darstellen.

Insolvenzgeldumlage

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 22.09.2017 der Senkung der Insolvenzgeldumlage zugestimmt. Somit wird der Umlagesatz ab dem 01.01.2018 0,06 Prozent betragen und somit um 0,03 Prozent gesenkt.

Grund für die Senkung ist, dass im Jahr 2017 ein Überschuss aus der Insolvenzgeldumlage in Höhe von rund 69 Millionen Euro erwartet wird. Somit wird voraussichtlich bis Ende des Jahres 2017 eine Rücklage von rund 1,745 Milliarden Euro aus der Umlage gebildet sein. Weiter führt die Gesetzesbegründung aus, dass die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der dem Kalenderjahr 2018 vorhergehenden fünf Kalenderjahre 2013 bis 2017 voraussichtlich rund 773 Millionen Euro betragen werden. Da die Rücklage die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorhergehenden fünf Kalenderjahre übersteigt, sind die Voraussetzungen für einen niedrigeren Umlagesatz für das Kalenderjahr 2018 erfüllt.

Der Gesetzentwurf steht hier zur Verfügung.

 

Künstlersozialabgabe

Bereits am 03.08.2017 wurde die Künstlersozialabgabe-Verordnung 2018 im Bundesgesetzblatt verkündet. Demnach sinkt dem 01.01.2018 die Künstlersozialabgabe von 4,8 auf 4,2 Prozent.

Der Gesetzestext steht hier zur Verfügung.

 

Sachbezugswerte

Die monatlichen Sachbezugswerte für Unterkunft und Verpflegung werden voraussichtlich ab dem 01.01.2018 von 241,00 Euro auf 246,00 Euro steigen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den entsprechenden Entwurf zur zehnten Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) vorgelegt.

Der Gesamtwert von 246 Euro setzt sich demnach wie folgt zusammen:

  • Frühstück:      52 Euro
  • Mittagessen:  97 Euro
  • Abendessen:  97 Euro

Eine komplette Übersicht der voraussichtlichen Sachbezugswerte finden Sie hier.

 

Rechengrößen  der  Sozialversicherung für 2018

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Gesetzentwurf für die  voraussichtlichen Rechengrößen für das Jahr 2018 veröffentlicht.

Aufgrund der Einkommensentwicklung dem zugrundeliegende Jahr 2016 im Bundesgebiet von 2,42 Prozent, in den alten Bundesländern 2,33 Prozent und in den neuen Bundesländern 3,11 Prozent, steigen die Werte.

West Ost
Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze: allgemeine Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung 6.500 € 78.000 € 5.800 € 69.600 €
Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche Rentenversicherung 8.000 € 96.000 € 7.150 € 85.800 €
Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung 4.425 € 53.100 € 4.425 € 53.100 €
Jahresarbeitsentgeltgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung 59.400 € 59.400 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung 53.100 € 53.100 €
Bezugsgröße in der Sozialversicherung (In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich) 3.045 € 36.540 € 2.695 € 32.340 €

Zu beachten ist, dass bevor die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 im Bundesgesetzblatt verkündet wird, sie von der Bundesregierung beschlossen werden muss und der Bundesrat muss anschließend zugestimmt haben muss.

Die vollständigen Informationen des Ministeriums finden Sie hier.

Eine komplette Übersicht über die Rechengrößen ist hier aufbereitet.

 

Muster Lohnsteueranmeldung 2018 veröffentlicht

Bereits am 06.09.2017 hat das Bundesfinanzministerium das Muster für die Lohnsteuer-Anmeldung 2018 bekannt gegeben.

Aufgrund des Betriebsrentenstärkungsgesetzes wird die Kennzahl 45 neu eingeführt. Diese stellt den Förderbetrag zur betrieblichen Altersversorgung nach § 100 EStG (BAV-Förderbetrag) dar. Dieser Wert wird von der Lohnsteuer abgezogen.

Detaillierte Informationen zum BAV-Förderbetrag erhalten Sie im Artikel Reform der betrieblichen Altersversorgung.

Das aktuelle Vordruckmuster steht hier zur Verfügung.

Die Übersicht über die länderunterschiedlichen (Kirchensteuerwerte) Werte in der Lohnsteuer-Anmeldung 2018 stehen hier zum Download bereit.